Wie erkennt man einen Spielsüchtigen und wie kann man ihm helfen?
Gegen die Symptome nehmen Erkrankte selbstgewählte oder verordnete Medikamente unkontrolliert ein, bis schließlich eine Sucht entsteht. Anstatt mit dem Spielen aufzuhören, werden Spieler anfangen, sich selbst zu belügen und ihr Verhalten zu rationalisieren, selbst wenn die Gründe, die sie anführen, falsch sind oder keinen Sinn ergeben. Dies ist ein natürlicher psychologischer Prozess zur Reduzierung psychischer Beschwerden aufgrund kognitiver Dissonanz.
Dann ist es ratsam, dass du eine professionelle Suchtberatung in Anspruch nimmst. Einen wichtigen Schritt aus der Spielsucht setzt du, indem du die soeben beschriebenen Ursachen verstehst. Um dich aber überhaupt damit zu beschäftigen, ist die Erkenntnis, dass du spielsüchtig bist, natürlich der absolut wichtigste Schritt.
Oft geht die Spielsucht jedoch mit anderen psychischen Erkrankungen einher. In diesem Fall ist es dringend notwendig, eine geeignete Therapie, unter Umständen in einer Fachklinik, in Anspruch zu nehmen. Unsere Kernbehandlung ist die kognitive Verhaltenstherapie (CBT). Sie hilft Menschen, schädliche Gedanken und Handlungen zu erkennen und zu ändern, die mit Spielsucht. Mit der kognitiven Verhaltenstherapie lernen unsere Klienten, bessere Bewältigungsstrategien zu entwickeln und ein ausgeglicheneres Leben zu führen.
- Die Abwärtsspirale dreht sich unaufhörlich weiter – mit oft verheerenden beruflichen, privaten und finanziellen Folgen.
- Sie finden Widerstandskraft, entdecken sich selbst und nehmen dauerhafte Veränderungen vor.
- Bleiben diese indes aus oder der PC ist nicht greifbar, kommt es zu einem Mangel und die Stimmung sinkt.
- Es kommt häufig zu Totalverlusten und verzweifelten Versuchen, neues Geld für das Glücksspiel zu besorgen.
- Ganz logisch also, dass der tägliche Konsum immer weiter steigt und meist nur schwer messbar ist.
- Stelle dich darauf ein, dass sie auch auf deinem Weg aus der Spielsucht immer wieder getestet wird, bis du den Kampf irgendwann gewonnen hast.
Betroffene verbringen viel Zeit im Spielkasino, in Spielhallen oder am Computer, besuchen Spiel- oder Wettportale im Internet. Auch wenn sie gewonnen haben, hören sie nicht auf, sondern setzen das Geld erneut beim Spiel ein. Die Folgen können gravierend sein, oft verlieren Spielsüchtige ihr gesamtes Vermögen, haben hohe Schulden, gefährden ihren Arbeitsplatz und die Beziehung zu Partner, Kindern und Freunden. Bei spielsüchtigen Kindern und Jugendlichen wird oft die Schule vernachlässigt, sodass der Schulabschluss gefährdet ist.
Betroffene sollten sich Hilfe suchen – und die Ursache für ihr ausschweifendes Verhalten ergründen. Wenn Sie mehrere dieser Signale gleichzeitig über mehrere Wochen hinweg wahrnehmen, könnte dies auf eine Suchtentwicklung hinweisen. Unser Selbsttest bietet die Möglichkeit, den eigenen Konsum kritisch zu beleuchten. Eine Heilung ist aber immer, in jeder Phase der Spielsucht, möglich. Mehr Informationen zur Therapie der Spielsucht erfahren Sie hier. Der Beginn der Gewöhnungsphase ist durch eine Steigerung der Häufigkeit, der Spieldauer und der Einsätze gekennzeichnet.
Benzodiazepine machen schnell abhängig
Sie gelten unabhängig davon, ob das Suchtmittel eine Substanz oder ein spezielles Verhalten ist. Naturgemäß erhöht auch ein Umfeld, in dem Drogen leicht verfügbar sind und oft konsumiert werden, das Risiko für eine Abhängigkeit. Ebenfalls riskant sind psychische Belastungen wie Stress, ein schwaches Selbstbewusstsein, seelische Traumata und psychische Erkrankungen wie Ängste.
Den Umgang mit Geld neu lernen
Es können allerdings einige Kriterien aus dem Alltag festgehalten werden, die den Medienkonsum (unabhängig vom Medium) als bedenklich einstufen lassen. Wendet man dasSuchtdreieck auf die Mediensucht an, entspricht das Suchtmittel den Medien. Neben diesen medialen Faktoren, bleiben die sozialen und die individuellen Faktoren im Dreieck bestehen.
Trotz tiefgreifender Nachteile können Betroffene mit dem Glücksspielen nicht mehr aufhören. Denn nur wenn der Süchtige sich seine Sucht ehrlich eingesteht und wirklich den Willen hat, diese zu beenden, kann er von der Spielsucht loskommen. Betroffene können die gravierenden Folgen ihrer Spielsucht nun nicht mehr ignorieren oder verharmlosen.
So stehen Spielautomaten oft auch in Gaststätten, Spielhallen gibt es in fast jeder Stadt und im Internet kann man rund um die Uhr „zocken“. Je öfter die Person beim Spielen einen wohligen Nervenkitzel und einen Glücksrausch erlebt, desto mehr verbindet das sein Gehirn die Reize des Spielens mit positiven, aufregenden Gefühlen. Es wird zunehmend auf das Spielen konditioniert, verlangt nach einiger Zeit automatisch danach und der Betroffene verspürt nun regelmäßig den Wunsch, zu spielen.
Voraussetzungen für den Erfolg sind, dass der Betreffende (an-)erkennt, süchtig zu sein, und motiviert ist, sich von seiner Abhängigkeit zu befreien. Beides ist meist ein grosser Schritt – denn die Sucht nimmt einen grossen Bereich des eigenen Lebens ein. Die Aussicht, auf die „Droge“ (ob Verhalten oder Substanz) dauerhaft verzichten zu müssen, scheint zunächst meist kaum vorstellbar. Gemeinsam können wir die Spielsucht besiegen und wieder Freude daran finden.
Neben den bereits erwähnten Hinweisen auf eine Spielsucht können Sie als monro Betroffener auf Dinge achten, die anderen Menschen verborgen bleiben. Denken Sie auch über Probleme nach, die womöglich durch Ihre Spielgewohnheiten entstanden sind. Vergessen Sie dabei nicht, dass nicht nur finanzielle Verluste zählen. Genauso wichtig sind Schwierigkeiten in der Beziehung, verlorene Lebensfreude oder Zukunftsängste.
Behandlung von Spielern und die allgemeine Problematik des Glücksspiels
Vorzubeugen und die Warnzeichen rechtzeitig zu erkennen, ist nicht ganz leicht. Besonders wachsam sollten Menschen sein, in deren Familien es bereits Abhängigkeits-Erkrankungen gibt oder gab. Bei substanzgebundenen Süchten wie Alkohol kann der Entzug für den Patienten gefährlich – sogar lebensgefährlich! Beides ist meist ein großer Schritt – denn die Sucht nimmt einen großen Bereich des eigenen Lebens ein.
Bei Verhaltenssüchten treten unter anderem Nervosität und Aggressionen auf. Wunsch oder Zwang, eine Substanz zu konsumieren oder etwas immer wieder zu tun. Dieses Verlangen kann auch dann stark sein, wenn noch keine körperliche Abhängigkeit vorhanden ist. Die Frage, ob Spielsuchttherapie kostenlos ist, ist ein wichtiger Aspekt für Menschen, die mit dieser Herausforderung konfrontiert sind und nach Hilfe suchen. Die Antwort darauf ist nicht immer einfach, da sie von verschiedenen Faktoren abhängt.
Wird das Spiel nicht von einem möglichen Gewinn, sondern über einen wahrscheinlichen Verlust aus gedacht, verliert es viel von seinem Reiz. Als Regel für das Glücksspiel gilt daher, nur kleine Spieleinsätze einzubringen. Der eingesetzte Betrag sollte dabei wirklich zur freien Verfügung stehen und nicht an die Bedingung geknüpft sein, ihn wieder einzuspielen. Auch sollte nicht gespielt werden, um andere zu beeindrucken oder das eigene Selbstwertgefühl zu steigern. Die eigentlichen Beweggründe sollten im Spaß am Nervenkitzel und der Freude am ungewöhnlichen Zeitvertreib bestehen.